Mann greift sich an den schmerzenden Ellenbogen

Bruch am Ellenbogen

5 Min. Lesezeit
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Aktualisiert am 09.10.2026
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Yannick

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Eine Olekranonfraktur ist ein Bruch am hinteren Teil des Ellenbogens. Betroffen ist der Olekranonfortsatz der Elle – der knöcherne Vorsprung, den Du unter der Haut deutlich ertasten kannst. Gerade weil dieser Bereich kaum durch Weichteilgewebe geschützt ist, kann ein Sturz oder ein direkter Aufprall schnell zu einer Verletzung führen.

Was zunächst wie ein schmerzhafter, aber überschaubarer Ellenbogenunfall wirken kann, ist deshalb genauer zu untersuchen. Denn je nachdem, wie der Knochen gebrochen ist und ob sich die Bruchstücke verschoben haben, kann die Behandlung von einer zeitweisen Ruhigstellung bis hin zu einer Operation reichen.

Wenn aus einem Sturz ein Ellenbogenbruch wird

Bei einer Olekranonfraktur bricht der Knochenvorsprung der Elle, der gleichzeitig einen wichtigen Teil des Ellenbogengelenks bildet. Die Fraktur kann dabei unterschiedlich ausgeprägt sein: Bei einem einfachen Bruch bleiben die Knochenstücke möglicherweise in ihrer ursprünglichen Position. Bei einer stärker ausgeprägten Verletzung können sie sich gegeneinander verschieben.

Das macht sich meist recht deutlich bemerkbar. Der Ellenbogen schmerzt, schwillt an und kann sich nur noch eingeschränkt bewegen. Häufig fällt insbesondere das aktive Strecken des Arms schwer. Je nach Verletzung können zusätzlich Blutergüsse oder eine sichtbare Veränderung des Ellenbogens auftreten.

Ob tatsächlich eine Olekranonfraktur vorliegt, lässt sich anhand der Beschwerden allein jedoch nicht sicher feststellen. In der Regel wird der Ellenbogen untersucht und geröntgt. Dabei lässt sich erkennen, wo der Knochen gebrochen ist und ob sich die einzelnen Bruchstücke verschoben haben.

Warum die Behandlung nicht bei jedem Bruch gleich aussieht

Wie ein gebrochener Olekranonfortsatz behandelt wird, hängt vor allem von der Art der Fraktur ab. Ein stabiler, nicht verschobener Bruch kann häufig ohne Operation behandelt werden. Der Ellenbogen wird dann zunächst ruhiggestellt, damit der Knochen in Ruhe heilen kann.

Anders sieht es aus, wenn die Knochenstücke deutlich verschoben sind oder die Funktion des Ellenbogens beeinträchtigt ist. In solchen Fällen kann eine Operation notwendig werden. Dabei werden die Bruchstücke wieder in ihre korrekte Position gebracht und mit geeigneten Implantaten wie Schrauben, Drähten oder einer Platte stabilisiert.

Nach einer Operation bedeutet das allerdings nicht, dass der Ellenbogen sofort wieder normal belastbar ist. Auch hier braucht der Knochen Zeit, um zu heilen. Gleichzeitig muss darauf geachtet werden, dass der Ellenbogen nicht unnötig lange unbeweglich bleibt.

Zwischen Schutz und Bewegung liegt die eigentliche Heilungsphase

Gerade beim Ellenbogen ist das ein wichtiger Punkt. Eine gewisse Ruhigstellung ist nach einem Bruch notwendig, damit die verletzten Strukturen geschützt werden. Zu lange sollte ein Ellenbogen aber ebenfalls nicht komplett unbewegt bleiben, da das Gelenk relativ schnell steif werden kann.

Je nach Fraktur und Behandlung kommen deshalb beispielsweise eine Schiene, ein Gips oder eine Ellenbogenorthese zum Einsatz. Auch eine Armschlinge kann in der ersten Zeit dabei helfen, den Arm zu entlasten. Wie lange ein Hilfsmittel getragen werden soll und welche Bewegungen erlaubt sind, richtet sich nach der individuellen Verletzung und der ärztlichen Behandlung.

Sobald es der Heilungsverlauf erlaubt, wird die Bewegung Schritt für Schritt wieder aufgebaut. Dabei können gezielte Übungen oder Physiotherapie eingesetzt werden. Die Belastung wird ebenfalls langsam gesteigert, damit der Ellenbogen wieder an seine normale Funktion herangeführt wird.

Was Du selbst zur Heilung beitragen kannst

In der ersten Phase steht vor allem die Entlastung des verletzten Arms im Vordergrund. Schwellungen können durch Hochlagern reduziert werden. Auch vorsichtiges Kühlen kann angenehm sein und Schmerzen lindern. Dabei sollte die Kälte nicht direkt auf die Haut gelegt werden.

Später wird vor allem die zunehmende Beweglichkeit wichtig. Der Ellenbogen kann nach einer Fraktur noch längere Zeit steif sein, selbst wenn der Knochen bereits wieder weitgehend verheilt ist. Deshalb sollte die Belastung nicht zu früh gesteigert werden, gleichzeitig aber auch nicht länger als notwendig auf Bewegung verzichtet werden.

Schwere Gegenstände, Sport und kräftige Stützbewegungen sind während der Heilungsphase meist noch nicht wieder möglich. Wann Du Deinen Arm wieder stärker einsetzen kannst, hängt davon ab, wie die Fraktur behandelt wurde und wie weit die Heilung fortgeschritten ist.
Bitte hole auch Rat von Deinem Arzt oder Deiner Ärztin ein. Verletzungen sind individuell und es sollte ein erster Kontakt mit einer Fachperson aufgenommen werden.

Wie lange dauert es, bis der Ellenbogen wieder belastbar ist?

Der Knochen benötigt häufig etwa sechs bis acht Wochen, um ausreichend zu verheilen. Das bedeutet allerdings nicht automatisch, dass der Ellenbogen danach wieder genauso beweglich und belastbar ist wie vor dem Bruch.

Schwellungen, eine eingeschränkte Beweglichkeit oder Schwierigkeiten beim vollständigen Strecken können noch länger bestehen bleiben. Besonders nach einer längeren Ruhigstellung kann es einige Zeit dauern, bis der Ellenbogen seine ursprüngliche Beweglichkeit wiedererlangt. Deshalb wird die Belastung normalerweise schrittweise erhöht.

Der Heilungsverlauf kann außerdem deutlich unterschiedlich sein. Eine einfache, nicht verschobene Fraktur entwickelt sich anders als ein komplizierter Bruch, der operiert werden musste.

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Welche Hilfsmittel können dabei unterstützen?

Während der Heilung können verschiedene Hilfsmittel zum Einsatz kommen. In der ersten Phase geht es vor allem darum, den Ellenbogen zu schützen und die erlaubte Bewegung zu begrenzen. Dafür können beispielsweise Ellenbogenorthesen oder andere stabilisierende Versorgungen eingesetzt werden.

Welches Hilfsmittel geeignet ist, hängt dabei nicht nur von der Diagnose „Olekranonfraktur“ ab. Entscheidend sind unter anderem die genaue Lage und Ausprägung des Bruchs, die Art der Behandlung und der aktuelle Heilungsverlauf.

Wenn Dir ein Hilfsmittel auf Rezept verordnet wurde, kannst Du die Versorgung auch online über meevo anfragen. Dafür kannst Du einfach ein Foto Deiner Verordnung hochladen. Unser Versorgungsteam prüft das Rezept und meldet sich anschließend mit einer individuellen Rückmeldung bei Dir.

Wenn der Ellenbogen nach dem Bruch noch nicht wieder so funktioniert wie vorher

Ein gebrochener Ellenbogen braucht Geduld. Auch wenn die akuten Schmerzen nach einigen Wochen deutlich nachlassen, kann die vollständige Beweglichkeit noch länger auf sich warten lassen. Das gilt insbesondere für die Streckung des Arms.

Wichtig ist deshalb, die Heilungsphase nicht nur nach dem Schmerzempfinden zu beurteilen. Ein Ellenbogen kann sich bereits relativ gut anfühlen, obwohl der Knochen noch nicht vollständig belastbar ist. Umgekehrt kann eine gewisse Steifigkeit noch bestehen, obwohl die eigentliche Knochenheilung bereits weit fortgeschritten ist.

Bei zunehmenden Schmerzen, einer deutlichen Verschlechterung, Taubheitsgefühlen oder anderen ungewöhnlichen Beschwerden sollte der Ellenbogen erneut medizinisch kontrolliert werden.

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Hinweis

Die Informationen in diesem Text dienen ausschließlich der allgemeinen Information und stellen keinen Ersatz für eine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Bei gesundheitlichen Fragen oder Beschwerden konsultiere bitte eine qualifizierte medizinische Fachperson. Unser Kundenservice unterstützt Dich gerne bei allgemeinen Fragen zu unseren Angeboten und der Nutzung unserer Services.

Inhaltsverzeichnis
  1. Wenn aus einem Sturz ein Ellenbogenbruch wird
  2. Warum die Behandlung nicht bei jedem Bruch gleich aussieht
  3. Zwischen Schutz und Bewegung liegt die eigentliche Heilungsphase
  4. Was Du selbst zur Heilung beitragen kannst
  5. Wie lange dauert es, bis der Ellenbogen wieder belastbar ist?
  6. Welche Hilfsmittel können dabei unterstützen?
  7. Wenn der Ellenbogen nach dem Bruch noch nicht wieder so funktioniert wie vorher
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